Vier der “Big Five” per Objektiv erlegt

Nein, wir sind natürlich keine Jäger. “Take only pictures, leave only footprints”. Das ist unsere Devise. Dennoch üben die “Big Five”, also die “Großen Fünf” immer noch eine gewisse Faszination auf Menschen aus. Auch auf uns. Großwildjäger bezeichneten früher so Elefant, Löwe, Leopard, Nashorn und Büffel. Eine Auswahl besonders stolzer, großer und eben nicht einfach zu jagender Tiere. Und auch mit der Kameralinse lassen sich die Big5 heute nicht so spielend erlegen. Es sei denn, man ist im Zoo unterwegs. Wir aber waren in Botswana auf Fotosafari. In freier Wildbahn. Mit der kleinen Cessna in der Luft, mit dem Jeep über sandigen Boden, mit dem Boot durch das Okavango-Delta und zu Fuß auf “Walking Safari”. Dabei waren wir erfolgreich! Nur das Rhinozeros ist hier ausgesprochen selten und ließ sich nicht blicken. Deswegen präsentieren wir hier unsere Big Four…

Afrikanischer Elefant

Afrikanischer Elefant.

Afrikanischer Elefant.


Wir hatten Glück. Von Anfang an. Wir sahen Elefanten bereits vom Buschflieger aus. Auch auf der ersten Pirschfahrt kam uns eine Dickhäuter-Familie entgegen. Einer der Halbstarken trötete uns frech ins Gesicht. Auch die Clan-Chefin kam uns bis auf weniger als einen Meter nahe und schaute streng: “Wagt es nicht, uns gefährlich zu werden.” Beeindruckend. Immer wieder über die nächsten Tage trafen wir auf Elefanten. Einsame große Bullen. Familienverbände. Mehrere Bullen im Trupp. Auch auf unserer Walking Safari durften wir die majestätischen Tiere beobachten. Keine Frage, auch bei aller Zuneigung für die sanften Riesen: Elefanten sind für Menschen sehr gefährlich. Man sollte ihnen nicht zu nahe kommen.

Afrikanischer Büffel

Afrikanischer Büffel.

Afrikanischer Büffel.


Wir fragten fast jeden Guide und Ranger, wovor sie sich am meisten fürchten. Der Büffel machte immer Platz 1 oder 2 (dann war das Hippo vorn). Der Büffel kennt keine Scheinangriffe. Der Büffel warnt nicht vor. Er ist auf Töten programmiert. Wer einem Büffel gegenüber steht, muss sich mit seinen letzten Gedanken in der Regel beeilen. Solange man im Fahrzeug sitzt, ob offen oder nicht, erkennen die meisten Tiere keine Insassen. Sondern nur einen großen Umriss. Im offenen Jeep oder im Boot durften wir uns also sicher fühlen. Wir sahen viele Büffel. Allein, in Trupps mit nur kräftigen Kerlen, in der großen Herde mit Jungtieren. Kraftvolle Geschöpfe. Und nicht ohne. Unser Guide Coca in Savute grinste: “Elephant never forgets, Buffalo never forgives.” Merkt man sich auch dann, wenn nachts im Zelt die Blase drückt.

Löwe

Löwe.

Löwe.


Wow, was für Powerpakete. Wir durften mit Löwen spazieren (“Walking with the lions”, hier und hier – bitte niemals nachmachen). Auch an Menschen gewöhnt sind und bleiben diese Großkatzen sehr beeindruckend und durchaus Furcht einflößend. Wir sahen Löwen im Rudel und allein, wir sahen eine junge Löwenmutter, die die Kleinen von einer in die nächste Busch-Unterkunft umzog. Wir sahen einen satten und zufriedenen Löwen wild träumend neben einem getöteten Hippo schlafen. Löwen haben offenbar keine Angst vor Menschen, Fahrzeugen oder vor überhaupt irgendwas. Löwen sind cool.

Leopard

Leopard.

Leopard.


Scheu und schön! Bis zum letzten Tag mussten wir warten. Dann hatten wir das große Glück, die viertgrößte Raubkatze des Planeten mit einem frisch gerissenen Impala im Maul zu beobachten. Das Fell ist wirklich hypnotisch hübsch, das Tier nur als elegant zu bezeichnen. Als Mensch sollte man kein Tänzchen wagen. Der Leo wird gewinnen. Keine Frage. Wer mag, schaut sich “unseren” Leoparden hier noch im Video an.

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