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Reisebericht Istanbul

geschrieben von Reiseberichte auf 13. Juni 2010 – 22:46Kein Kommentar
Reisebericht Istanbul: Nikki und Michi berichten aus der Metropole am Bosporus. Foto: Michael Dunker

Reisebericht Istanbul: Nikki und Michi berichten aus der Metropole am Bosporus. Foto: Michael Dunker


Es gibt nur eine Stadt wie diese. Drei Namen hatte sie im Laufe der Jahrtausende: Byzanz, Konstantinopel und heute heißt sie – Istanbul. Nikki und Michi besuchen die Metropole am Bosporus – hier ist Ihr Reisebericht Istanbul…

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Mit 12,8 Millionen Einwohnern ist Istanbul eine echte Mega-City. Und noch etwas Besonderes hat Istanbul zu bieten: sie ist die einzige Stadt weltweit, die auf zwei Kontinenten liegt – Europa und Asien. Für einen ersten Überblick fahren wir auf den 62 Meter hohen Galata Kulesi – den Galata Turm aus genuesischer Zeit. Früher war er tatsächlich das höchste Gebäude der Stadt. Von hier aus haben wir einen fantastischen Blick auf das Goldene Horn von Istanbul. Das ist die fast sieben Kilometer lange Bucht des Bosporus, die vor uns malerisch in der Abendsonne glänzt.

Moscheen in Istanbul. Foto: Michael Dunker

Moscheen in Istanbul. Foto: Michael Dunker


Moscheen prägen das Stadtbild Istanbuls

Auffällig ist sofort das islamische Gesicht Istanbuls: Moscheen prägen das Stadtbild, wenn man den Blick schweifen lässt. Wie viele Moscheen das Stadtbild zieren, weiß offenbar niemand so genau. Zwischen 500 und 1000 schwanken die Zahlen, dass es viele sein müssen, ahnt man, wenn die Sonne untergeht und der Mond am Himmel steht. Dann rufen unzählige Muezzins zum Gebet. „Allahu Akbar“, rufen Sie – „Gott ist groß“. Fünfmal am Tag erklingt dieses akustische Schauspiel über Istanbul, das letzte Mal, wenn es Nacht wird. Doch das öffentliche Leben in Istanbul ist nicht vorbei, wenn es Nacht wird. Ganz im Gegenteil – es beginnt erst. In Taksim, dem Stadtteil der niemals schläft, haben Bars, Cafés und Restaurants jetzt Hochkonjunktur. Und überall im Gewimmel lässt die hpyermoderne Stadt charmant Patina blitzen – Popcornverkäufer schieben altertümliche Karren vor sich her, auch junge Männer sitzen gelassen auf Hockern und spielen Brettspiele. Wasserpfeifen blubbern.

Doch ein paar hundert Meter weiter in den angesagten Clubs der Stadt gibt es gar keinen Unterschied mehr zu westlichen Metropolen. Wir genießen noch ein bisschen die quirlige Atmosphäre und trinken Raki. Einen Anisschnaps, verdünnt mit Wasser – das Nationalgetränk der Türkei.

Für ein paar türkische Lira sind wir im Taxi zurück über das Goldene Horn gefahren in unseren Stadtteil Eminönü. Von hier aus wollen wir morgen unsere Erkundungstour durch Istanbul starten. Für heute reicht es, wir gehen ins Bett.

Wir entdecken den Ägyptischen Gewürzmarkt

Am nächsten Morgen ist das Frühstück Nebensache. Wir genießen vor allen Dingen den Blick über den Bosporus bis ins Marmarameer hinein. Die Stadt ist längst erwacht, der Verkehr rollt über die Galatabrücke. Auch wir können es nicht mehr erwarten und beginnen mit unserem Rundgang für den Reisebericht Istanbul.

Wir erkunden den „Ägyptischen Gewürzmarkt“ Misir Carsisi. Das gibt es einiges zu entdecken, zum Beispiel Käse, den uns die Händler an jeder Ecke in die Hand drücken. In erster Linie gibt es hier natürlich Gewürze, aber auch bunte Leckereien wie türkischen Honig. Dazu gibt es Textilien, Haushaltswaren aller Art. Über 100 Geschäfte warten auf Kunden. Die Fleischer und Fischer haben Ihren Fang etwas abseits aufgebaut.

Hier in der Altstadt von Istanbul liegt alles recht dicht beieinander. Wir haben uns deswegen entschieden, noch einmal ins Hotel zurückzukehren, um die Einkäufe im Zimmer unterzubringen. Außerdem brauchen wir eine kleine Erfrischung – der Sommer ist heiß in Istanbul.

Der Große Basar in Istabul: viele skurrile Händler und Läden. Foto: Michael Dunker

Der Große Basar in Istabul: viele skurrile Händler und Läden. Foto: Michael Dunker

Ein guter Grund für uns, in die Unterwelt abzutauchen. Denn tief unter der Stadt liegt eine beeindruckende Sehenswürdigkeit – die Cisterna Basilica. 336 Säulen tragen das hohe Gewölbe des gigantischen Wasserspeichers.

Zurück an der Oberfläche besuchen wir ein paar hundert Meter weiter das familiär geführte Kybele-Hotel. Ein echter Geheimtipp und ein Kleinod im Großstadtdschungel. Auf der Dachterrasse genießen wir ganz allein und in Ruhe einen heißen türkischen Mokka.

Mit der Ruhe ist es schnell vorbei, als wir den großen Basar von Istanbul betreten. 22 Eingangstore, 64 Straßen, die meisten davon überdacht. Das alles auf einer sensationellen Fläche von 310.000 Quadratmetern. Stundenlang lassen wir uns im Strom der Menschen treiben und nehmen das orientalische Leben tief in uns auf. Doch dann brauchen wir wieder etwas Ruhe.

Reisebericht Istanbul – der erste Teil

Ruhe in Istanbul findet man vor allem in den Moscheen. Wir besuchen die Süleymaniye-Moschee, eines der großen Bauwerke der Stadt. Nur sieben Jahre dauerte die Errichtung. Von 1550 bis 1557. Der Muezzin ruft bereits zum Abendgebet. Es ist spät geworden. Bei einem leckeren Abendessen mit traumhaftem Panoramablick planen wir den nächsten Tag in der Metropole am Bosporus – und den zweiten Teil vom Reisebericht Istanbul…

Hier die Fotogalerie Istanbul mit allen Bildern in HDR. Viel Spaß beim Stöbern:

Die Lage: Istanbul auf der Landkarte

Istanbuls einzigartige Lage auf zwei Kontinenten lässt sich am besten mit einem Blick auf die Landkarte verdeutlichen. Die folgende Karte zeigt Istanbul auf Google Maps. Diese Karte ist interaktiv – sie können hineinzoomen und den Ausschnitt beliebig verändern.


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