Serbien Reisen

In Serbien treffen Reisende nicht nur auf eine bunte Mischung verschiedener ethnischer Kulturen, sondern auch auf eine facettenreiche und weitläufige Natur. Dank der vergleichsweise dünnen Besiedlung bietet das Staatsgebiet sehr viel Platz für Nationalparks und weitere Attraktionen.

Belgrad als wichtiges Zentrum für Wirtschaft, Kultur und Tourismus

Das Land Serbien, flächenmäßig etwa so groß wie Österreich und damit größtes Binnenland auf dem Balkan, ist der politische Nachfolgerstaat des ehemaligen Jugoslawien. Als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum gilt die Hauptstadt Belgrad mit über 1,2 Millionen Einwohnern. Durch die zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten kommen hier Freunde der Geschichte und Kultur voll auf ihre Kosten: Die Festung Kalemegdan beispielsweise genoss in der Vergangenheit aufgrund der günstigen Lage der Stadt eine hohe strategische Bedeutung und war deshalb häufiger das Ziel von Belagerungen. Gleichzeitig bietet das Wahrzeichen Belgrads einen weitläufigen Ausblick auf die anderen Attraktionen wie Novi Beograd, aber auch auf die Donau und Save. Mit dem Nikola Tesla Airport befindet sich hier außerdem der größte Flughafen Serbiens. Klimatisch zeichnet sich Serbien vor allem durch seine ausgeprägten Jahreszeiten inklusive schneereicher Winter aus: Dies sorgt dafür, dass es im Winter viele Skifahrer in die aufstrebende Wintersportregion Kopaonik zieht, an deren Modernisierung und Ausbau seit 2005 aktiv gearbeitet wurde.

Fünf Nationalparks warten auf einen Besuch in Serbien

Die Bevölkerungsdichte ist hier vergleichsweise gering, was wiederum viele Möglichkeiten für unberührte Naturgebiete eröffnet. Fast 10 % der gesamten Staatsfläche stehen unter Naturschutz. Gleich fünf Nationalparks können hier für einen Besuch ausgewählt werden: Djerdap, Kopaonik, Tara, Sar Planina und Fruska Gora. Klare Seen und Flüsse sowie eine artenreiche Tier- und Pflanzenvielfalt zeichnen alle Gebiete aus. Zu den wesentlichen Besonderheiten des Landes zählen die größten Flussklippenzonen und Bergauen Europas. Eine der bekanntesten Attraktionen des Balkanstaates, direkt am Djerdap gelegen, ist außerdem das Eiserne Tor, Durchbruchstal an der Donau und zur Grenze nach Rumänien. Aufgrund der Vielzahl an Mineral- und Thermalquellen hat sich in Serbien darüber hinaus ein starker Wellnesstourismus entwickelt. Das Land kann nach wie vor eher als „Geheimtipp“ unter den Reisezielen bezeichnet werden und ist deshalb eine willkommene Alternative abseits des Massentourismus.

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