Ankunft in Kairo – Ägypten – Tag 1

Der Flug ist kurz und schmerzlos. Knapp 3,5 Stunden nach dem Start in Frankfurt landet der Airbus in Kairo. Und Ägypten gibt Gas. Das erste arabische Abenteuer beginnt noch vor der Passkontrolle: Hier steht niemand in der Schlange. Menschenmassen stehen dicht gedrängt in der Halle, drücken nach vorn. Wie bei einem Rockkonzert schiebt alles Richtung Bühne. Es murmelt, ruft, plappert – alles durcheinander. Gewänder, Pässe, Tücher, Taschen, Kinder. Vorne Zöllner. Auch sie bleiben nicht ruhig. Fuchteln wie eine Mischung aus Verkehrspolizist und Dirigent. Diese Diven sitzen stolz in ihren Glaskästen, rauchen und blitzen die Einreisenden aus aller Herren Länder mal schelmisch, mal böse funkelnd an. Wenn es den Beamten zu tumultig vor der Kontrollstation wird, stehen sie auf, stürzen – im wahrsten Sinne – aus dem Häuschen, schreien und verweigern die Arbeit. Verschränkte Arme. Zigarette. Nichts geht mehr. Pause. Ätsch. Passiert alle zehn Minuten…

Zu den Pyramiden von Giza

Doch dann sind wir vorne. Erwischen eine gute Phase. Zöllner lächelt, stempelt, winkt uns durch. Drin. Ägypten! Mitten im Sommer. „37 Grad“ grinst unser Guide im arabischen Englisch. Er fährt uns durch den Glutofen zum ersten Hotel – nach Giza (auch Giseh oder Gizeh). Zu den weltberühmten Pyramiden. Dem einzigen noch vorhandenen der sieben Weltwunder aus alten Zeiten.

Sit like an egyptian: Nikki sitzt auf der Dachterrase des Mövenpick Pyramids und schaut auf die Cheops-Paramide: Foto: www.nikkiundmichi.de

Ausblick von der Dachterasse

Die Wärme umfängt uns. Gar nicht mal so unangenehm, jedenfalls dann nicht, wenn der Schatten seine schützende Hand im Spiel hat. Wir haben einen Bungalow einen Alabastersteinwurf von den Pyramiden entfernt. Im „Pyramids Mövenpick“, das sich seine 5 Sterne allerdings zur Zeit der Pharaonen gekauft haben muss, wie die laut plappernde Klimaanlage freimütig verrät. Nicht übel zwar, aber weit entfernt vom vollmundig versprochenen Sternenzelt. Erste Klasse dagegen ist die Dachterrasse. Blick auf die Pyramiden. Wir sinken in die Korbstühle und bestellen die köstlichen Speisen des Orients. Was für ein Ausblick!

Wasserpfeife am ersten Abend in Kairo

Der quengelnde Verkehr schickt seine Hup-Fanfaren gedämpft von der Straße herauf. In diesen pulsierenden Sound mixt der Islam immer mal wieder die Muezzin-Rufe von Tausend und einer Moschee. Die Pyramiden strahlen noch mystisch, als die Sonne längst glutrot hinter den Mangobäumen versunken ist. Wir zuzzeln satt und zufrieden an der Wasserpfeife. Das Bett ruft bereits kurz nach zehn. Ägypten – morgen beginnt das Abenteuer Orient erst richtig…

  1. Matthias Rudolph says:

    Hallo,
    Das sind echt sehr interessante und schöne Bilder, vorallem die Videos zwischendrinn haben was für sich. Ich habe mir hauptsächlich die Ägypten-Reise angeschaut, und wollte nun wissen, ob sie ein Komplettangebot genommen haben, oder die Reise selber geplant haben.
    Was würden sie (wenn auch schon einige Jahre her) nun nach dem Urlaub für einen „Reisefrischling“ empfehlen. Dazu muss ich sagen, dass ich schon in mehreren Europäischen Ländern eigenständig auf Erlebnissurlaub gegangen bin, aber noch nie Erfahrung mit so einem Land gemacht habe. Schonmal vielen Dank für ihre Meinung und einen erfolgreichen nächsten Urlaub

    Grüße

    Matthias

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