Wadi Shab: Das Tal Wadi Shab wurde durch den Zyklon Gonu nahezu zerstört.

Oman: Wadi Shab, Tiwi und Sultan Qaboos Moschee

Wadi Tiwi, Oman: Letzte Tage der Rundreise durch Oman.Früh am Morgen sehen wir etwas für uns ganz Neues im Oman: Wolken. Frühstück im Sur Plaza Hotel, dann machen wir uns auf den Weg nach Maskat – auf der Küstenstraße. Unterwegs wollen wir Palmen bestandene Wadis besuchen. In der Hauptstadt steht ein Besuch der gigantischen Sultan-Qabus-Moschee auf dem Plan. Die letzten Tage unserer großen Rundreise durch Oman…

Wadi Tiwi: eine Piste durch das Tal in die Berge

Heute sind die monochromen Berge am Horizont noch etwas pastelliger als die Tage zuvor. Wind ist aufgekommen, treibt Sand aus der Wüste quer über die Straße. Wir Entscheidungen uns, ein Stück der brandneuen Autobahn von Sur nach Maskat zu nehmen. Die Schotterpiste direkt daneben kostet doch enorm Zeit. Das Tal Wadi Tiwi hat sogar schon eine eigene Abfahrt. Das gleichnamige Dorf am Wadi-Eingang ist (noch) klein und verschlafen. Eine Piste führt das Tal hinauf Richtung Berge. Mit jedem Kilometer (rund zehn Kilometer kann man, je nach Wasserstand, fahren) schwindet die Zivilisation. Ein alter Mann mit schwerem Karton auf dem Kopf winkt, wir halten an. Auf Arabisch fragt er höflich, ob wir ihn ein Stück mitnehmen können. Er ist glücklich, als er alles auf dem Rücksitz verstaut hat, schaut sich neugierig unsere Sachen an, blinzelt freundlich. Sein Gesicht hat wohl mehr Falten als der Gebirgszug vor uns.

Wadi Shab: Das Tal Wadi Shab wurde durch den Zyklon Gonu nahezu zerstört.Nachdem wir ihn in einem der winzigen ursprünglichen Dörfer abgesetzt haben, kurbeln wir mit unserem großen Wagen noch ein wenig den steilen Weg hinauf, genießen die Umgebung. Das Wadi Tiwi ist allerdings nicht mehr ganz so schön, wie vor 2007. Das Jahr, in dem Zyklon Gonu zuschlug und massive Verwüstungen hinterließ. Das Wasser drückte vom Meer herein, riss in einer gigantischen Schlammlawine die Vegetation mit sich. Glücklicherweise wurde Tiwi nicht ganz so hart getroffen wie das Nachbar-Wadi Shab. Auf dem Rückweg winkt wieder ein Bauer. Wir spielen Taxi und nehmen auch ihn mit. Auf dem Weg zurück. Er ist ganz aufgeregt, will unbedingt den Kassettenplayer ausprobieren und Michis Sonnenbrille aufsetzen.

Wadi Shab: Zerstörung durch Zyklon Gonu

Die paar Kilometer bis zum Wadi Shab fahren wir auf der kleinen alten Dorfstraße und Küstenpiste. Schon am Eingang des Wadis sieht man deutlich die Spuren von Zyklon Gonu: Riesige Brückenpfeiler liegen verstreut herum. Entwurzelte Teile mächtiger Palmen. Dennoch: Ein Teil der Vegetation hat überlebt. Wenn man rund eine Stunde in das Wadi hinein wandert (fahren geht hier nicht), sieht man noch einen Teil der Schönheit, kann in natürlichen Pools baden oder Höhlen erkunden. (Mehr Infos zu Wadi Tiwi und Wadi Shab).

Abstecher nach Quriat

Weiter auf der Autobahn Richtung Hauptstadtregion Maskat (Muscat). Es gibt noch einige lohnende Abstecher, einer davon ist Quriat. Ein ruhiges Städtchen mit rund 40.000 Einwohnern. Hier kann man gut omanisches Leben beobachten. Es gibt einen sehr ursprünglichen Souk, Touristen sehen wir keine. Das kleine Fort aus portugiesischer Besatzungszeit kann man ebenfalls besichtigen.

Luxus pur: das Grand Hyatt in Maskat lockt mit Träumen aus 1001 Nacht.

Grand Hyatt Muscat: Luxus im Oman

Maskat – die Hauptstadt Omans hat uns wieder. Wir wollen nach dem ursprünglichen Leben im Landesinneren und den tollen Erfahrungen bei den Beduinen in der Wüste jetzt einmal den Traum von 1001 Nacht erleben, haben das Grand Hyatt Muscat gebucht. Dieses wahnsinnig edle Hotel hat natürlich nichts mit dem Leben im Oman zu tun. Wer während seiner Oman-Reise nur hier wohnt, hat das Land sicher nicht erlebt und gesehen. Doch für zwei Nächte kann man, eine gut gefüllte Reisekasse vorausgesetzt, das Märchen des bunten Orients mit allem erdenklichen Service leben. Wir gönnen uns ein 48-Quadratmeter-Zimmer, den “Grand View Club Room” mit vollem Meerblick. Das Hotel steht direkt am Strand von Shatti Al Qurum, einem Stadtteil von Maskat. Für den Sonnenuntergang brauchen wir nur wenige Schritte zu gehen. Direkt neben dem Grand Hyatt am Strand hat ein Café eine tolle Sonnenterrasse. Wir rauchen Wasserpfeife (Shisha) und trinken ein heißes Ingwergetränk.

Sultan-Qaboos-Moschee in Maskat, Oman.

Reisebericht Oman: Besuch der Sultan Qaboos-Moschee

Wir haben geschlafen wie die Könige. Erwachen in unserem riesigen Zimmer im Grand Hyatt Muscat. Ein letzter Tag bleibt uns in Maskat, der Hauptstadt Omans. Heute wollen wir noch ein wenig shoppen. Aber vorher besuchen wir noch eine der größten Moscheen der Welt – die Sultan Qaboos Moschee.

Das Frühstück im Grand Hyatt Muscat ist großartig. Das Personal unglaublich flink, ein flüchtiger Blick genügt, schon ist ein lächelnder Mensch zur Stelle. Es gibt alle Köstlichkeiten des Orients. Wir frühstücken lang und luxuriös. Dann greifen wir uns ein letztes Mal die Schlüssel des großen Geländewagens und fahren zur größten Moschee des Landes.

Kronleuchter der Sultan Qabus Moschee (Maskat, Oman)  in HDR.Sultan Qabus und seine gigantische Moschee: Die Sultan Qaboos Moschee ist schon von weither sichtbar. Rund 90 Meter ragt das höchste Minarett in den Himmel. Der Reiseführer verrät: 6000 Gläubige können gleichzeitig im Inneren beten, noch einmal 14000 haben im Hof des gigantischen Gotteshauses Platz. Die Moschee des Sultan Qaboos (auch Sultan Qabus) ist übrigens die einige in diesem sehr gläubigen Land, die auch Nicht-Muslime besuchen dürfen. Wir spazieren durch das große Eingangstor, die nächsten Stunden staunen wir. Tausend und ein Detail, unzählige Mosaiken, Räume, farbenfrohes Glas, orientalische Lampen, Leuchter, Brunnen und Wandelgänge. Die Sultan-Qabus-Moschee ist in der Tat eine der schönsten, die wir je gesehen haben. Und wir haben schon einige gesehen.
Der Kristallleuchter in der großen Gebetshalle stammt übrigens aus Bayern. Bis Abu Dhabi einen noch gigantischeren in eine Moschee hängte, war er mit seinen acht Tonnen Gewicht der größte der Welt. Auch der Teppich ist mit mehr als 1,7 Milliarden Knoten (60 mal 70 Meter) ein Superlativ.

Wir spazieren zwischen weißem und grauem Marmor Richtung Ausgang und freuen uns über diesen pompösen Abschluss unserer Rundreise durch den Oman…

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2 comments

  1. Stefan

    Eine sehr schöne Seite…
    Da bekommt man gleich Lust sich in den nächsten Flieger zu setzten um sich die Bilder in Original anzuschauen.

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  2. Super interessant. Und sehr schöne Bilder. Man wird richtig Eiersüchtig und will auch gleich los

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