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Reisebericht Oman – Ankunft in Maskat (Tag 1)

geschrieben von Reiseberichte auf 8. März 2009 – 14:378 Kommentare

Oman: Der Arbeitspalast von Omans Sultan Qaboos in der Hauptstadt Maskat. Foto: www.nikkiundmichi.de

Zwei friedvolle Flüge liegen hinter uns. Wir sind von Hamburg über Dubai nach Maskat (Muscat), Oman, gejettet. Zehn Tage soll die Reise dauern. Zehn Tage zwischen geheimnisvollem Orient und traumhafter Natur, abenteuerlichen Wüstenfahrten und azurblauem Meer. Nikki&Michi: der Reisebericht Oman.

Reisebericht Oman, Tag 1

Der Nordosten der arabischen Halbinsel zieht langsam unter uns vorbei. Tiefschwarz ist die Nacht. Dann taucht Maskat vor uns auf. Die Hauptstadt Omans. Orange Lichter beleuchten langgezogene Highways an der Küste. Dazwischen Moscheen, einigen sieht man auch von hier oben aus dem Flieger die erhabene Größe an. Grün blitzt die Farbe des Propheten von den Minaretten. Landung in Maskat. Wir übernehmen unseren Wagen. Der Junge Omani am Schalter der Autovermietung grinst: „Ein großes Auto. Genau richtig für die Wüste und das Gebirge. Ich habe einen Nissan Patrol reserviert.“ Mein Gott, das ist tatsächlich ein mächtiges Geschoss. Ein fettes Sprit-Monster, aber wohl auch ein mit allen Ölen gewaschener Wüstenhund – bereit, Gebirgskämme und tiefe Schluchten zu meistern.

Der futuristische Palats des Sultans

Jetzt meistert er zunächst den Highway vom Airport ins Radisson SAS. Unserem ersten Stopp. Luftholen, kurz schlafen. Dann fahren wir nach Maskat, die Stadt zwischen vorgestern und übermorgen. Arabien für Anfänger: die Highways sind breit, das meiste ist neben arabisch auch in englischer Sprache ausgeschildert. Wir cruisen entspannt über den alten Pass und fahren in die Altstadt von Maskat ein. Die Häuser liegen geschützt in einer Bucht, umgeben von schroffen Hügeln. Als erstes schauen wir uns den Arbeitspalast von Sultan Qaboos an (Qasr al-Alam). Farbenfroh und irgendwie opulent, ohne jedoch zu pompös zu wirken. Ein wenig Understatement. So wirkt der Oman bisher überhaupt auf uns: angenehm, nicht großkotzig. Wir spazieren an der alten Stadtmauer entlang und malen uns aus, wie viele Angriffe die Forts Mirani und Jalali wohl schon überstehen mussten.

Oman: Laden im Mutrah-Souk in der Hauptstadt Maskat. Foto: www.nikkiundmichi.de

Der Stadtteil Mutrah liegt an Maskats Hafen

Zurück zum quirligen Stadtteil Mutrah. Er umschließt den Hafen Maskats. Hier treffen wir auf eine schillernde Schöne aus der Freien und Hansestadt Bremen. Glitzernd liegt sie da – „Al Said“ ist der Name der Mega-Yacht. Mit 155 Metern Länge soll sie die zweitgrößte private Yacht der Welt sein (fünf Meter kürzer als die „Dubai“, gebaut von den Hamburgern Blohm und Voss). Die „Al Said“ wurde von der Bremer Lürssen Werft gebaut und gehört dem Sultanat Oman – oder eben Sultan Qaboos bin Said Al Said.

In der Früchteabteilung eines Supermarkts kommen wir uns wie Dritte-Welt-Kinder vor. Zwar können wir fast alle Früchte und Gemüse benennen, zumindest erahnen wie die Art bei einigen Exoten, aber mit dieser gigantischen Vielfalt kann kein deutscher Supermarkt mithalten. Die arabische Halbinsel zeigt, dass sie Schmelztiegel und Umschlagplatz für Waren aller Art ist.

Ein Stapel Kummas: Kumma, so heißt die tradtitionelle Kopfbedeckung der Männer im Oman. Foto: www.nikkiundmichi.de

Quirliger Stadtteil Mutrah: Abtauchen im Souk

Wir tauchen ab in den Souk von Mutrah. In den kleinen Gässchen drängeln sich morgens die Touristen. Wir wählen die Dämmerung und den Abend. Jetzt schlendern vor allem die Einheimischen durch den verwinkelten Markt, jetzt bekommt man eine Ahnung von der viel besungenen 1001 Nacht. Überall duftet es nach süßlichem Parfüm, an fast jedem Stand räuchern Weihrauch, Myrrhe und Sandelholz. Bunte Tücher, angeblich alles feinste Seide und edle Pashminas. Tatsächlich kann man hier kaufen, wenn man sich einen Überblick verschafft hat. Bei Weihrauch gilt die Daumenregel: je heller, desto hochwertiger. Für grünlich schimmerndes Harz kann man dann auch entspannte 50 Euro das Päckchen hinlegen. Naja, wir entscheiden uns für ein Mittelmaß. Kommt daheim zu den schrumpfenden Resten aus Jordanien (Reisebericht Jordanien).

Es ist recht spät geworden. Morgen wollen wir Richtung Nizwa aufbrechen. Nach einem mittelprächtigen Restaurantbesuch schreiben wir noch ein wenig am Reisebericht Oman, schlummern langsam ein. In der Luft liegt ein leichter Hauch Sandelholz und Weihrauch…

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8 Reisebericht-Kommentare »

  • Stephan sagt:

    Wo bleibt Tag 5? ;-)))

    Klasse Videos,
    jetzt wissen wir genau was uns im November erwartet. Wie kalt war es in der Nacht am Jebel Shams

    Stephan

  • Vielen Dank! Tag 5 liegt noch etwas unfertig zwischen Kopf und Computer. Ein NikkiundMichi-Tag braucht so rund acht Stunden Arbeit, bis alles online ist. Aber nette Kommentare sind immer eine gute Motivation! ;-)

    Auf dem Jebel Shams (Dschabal Schams) war es nicht besonders kalt, knapp unter zehn Grad. Aber die Camps dort oben sind gut ausgestattet, sowohl die Zelte als auch die kleinen Bungalows. Da muss niemand frieren. Unbedingt ein Astronomie-Buch mitnehmen. Die Sterne sind gigantisch!

    Viel Spaß auf der sicherlich sehr spannenden Reise, Oman ist ein tolles Land!

  • Klaus sagt:

    Wir fahren im November für 2 Wochen völlig individuell in den Oman.
    Euer Bericht ist recht hilfreich.
    Zwei Fragen dazu:
    1. Kann man die Strecken nur mit einem Allrad fahren oder geht´s auch mit einem normalen PKW?
    2. Auf ähnlichen Touren (Namibia, Marokko)haben wir oft auch im eigenen Zelt campiert. Geht das auch im Oman?
    Klaus

  • Hallo Klaus,

    wenn Ihr eine größere Tour durch das Land machen wollt und dabei auch durch das Wadi Bani Awf fahren wollt, ist ein Allrad-Wagen unerlässlich. In den steilen Pass-Passagen ist zudem ein Differenzial notwendig. Wir sind in anderen Ländern schon viel Offroad auch mit dem normalen Pkw gefahren. Das funktioniert hier wirklich nicht.

    Man kann auch im Zelt campen, muss allerdings für die komplette Ausrüstung selbst sorgen, weil diese Reiseart im Oman nicht besonders verbreitet ist. Offizielle Campingplätze gibt es weniger als eine Handvoll, freies Campen ist aber nicht verboten. Autos mkit Dachzelt wie in Namibia haben wir keine gesehen, es gibt solche Verleihfirmen wohl nicht.

    Wir selbst haben intensiv mit dem Reisebuch-Autor Peter Franzisky gesprochen. Er kennt den Oman ausgesprochen gut. Er hat auch ein Reisebüro, gibt Euch sicher gern Tipps: http://www.bedu.de Schöne Grüße von uns…

    Wir wünschen Euch eine spannende Reise!

  • Klaus sagt:

    Vielen Dank für die prompte Antwort. Wir werden die Infos bei der weiteren Planung berücksichtigen.
    Klaus

  • Sabine sagt:

    Hallo Nikki und Michi,

    wirklich klasse, Euer Bericht. Die Vorfreude wird dadurch noch größer.

    Wir brechen in 2 Wochen in den Oman auf und haben auch Offroad Touren geplant.
    Welches Kartenmaterial habt ihr genutzt und wo habt ihr das besorgt?

    Viele Grüße,

    Sabine

  • Hallo Sabine,

    wir haben eine Landkarte von Reise-Know-how verwendet. Auch digital mit GPS (die Software Fugawi). Die Karte ist allerdings recht grob. Etwas kniffelig in der Offroad-Navigation. Vor Ort haben wir ein geniales Buch gesehen, gibt’s auch hier zu kaufen (von VW):

    Das können wir empfehlen. Gute Anweisungen und Karten, Tipps und Fotos…

    Viel Spaß bei Eurem Traum-Trip! Oman ist ein tolles Land

    Beste Grüße – sind zurzeit in Südamerika unterwegs…

    Nikki & Michi

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